Brauchtumsfest Ried

Beim Brauchtumsfest in Raich werden alte Bräuche aus Landwirtschaft, Haushalt und Handwerk vorgeführt, und das seit 1976. Inzwischen sind es über 30 Vorführungen. 

Das Fest ist eine Gemeinschaftsaktion im Dorf und Tal: Über hundert Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass Tausende Gäste erleben können, wie unsere Vorfahren gearbeitet und gelebt haben.

 

 

 

 

 

Entstehung

So fing alles an 1976 entstand die Idee nach einer Singstunde des Männergesangvereins Ried. Der damalige Bürgermeister Ernst Senn konnte mit der Idee seine Sänger-Kameraden und die Bürger aus Raich gewinnen. Schon das allererste Fest zog mit Vorführungen alter Bräuche aus Landwirtschaft, Haushalt und Handwerk zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an.

So wuchs das Fest Im Laufe der Zeit ist das Fest gewachsen, die Lindenhalle wurde erweitert und eine kleine Schmiede erbaut. Der Männergesangverein und die nachfolgenden Bürgermeister und Ortsvorsteher erhielten das Fest am Leben, zusammen mit der Feuerwehr und den vielen engagierten Bürgern aus Raich und dem Kleinen Wiesental. 2014 wurde der Verein Brauchtum im Kleinen Wiesental-Raich e.V. gegründet, 2016 kam die Feilenhauerei hinzu, in Eigenleistung gebaut.

Was beim Brauchtumsfest gezeigt wird

Über 30 Bräuche werden vorgeführt, aus Landwirtschaft, Haushalt und Handwerk. Beim Rundgang mit dem Moderator erfahren die Gäste, was hinter den Vorführungen steckt. Hier eine Auswahl:

Aus der Landwirtschaft

  • Dreschen: Beim Dreschen werden die Körner aus den Ähren gelöst. Gezeigt wird es auf drei Arten: mit Dreschflegeln, mit Rössern und mit dem alten Lanz Bulldog. Dafür braucht es langstieligen Roggen und Stroh.
  • Mosten: Beim Mosten wird Most gepresst. Die Kinder dürfen beim Mostpressen selbst mit anpacken und den Most auch trinken.

Aus dem Haushalt

  • Buttern: Gezeigt wird, wie Butter früher selbst gemacht wurde. Zu den alten Gegenständen gehört das Butter-Model.
  • Spinnen: Beim Spinnen wird aus Fasern ein Faden gedreht, hier mit Handspindeln.
  • Hobeln von Lichtspänen: Aus Holz gehobelte Späne dienten früher als Licht. Der passende Gegenstand dazu ist der Lichtspan-Halter.

Aus dem Handwerk

  • Schmieden: In der kleinen Schmiede beim Festgelände wird Eisen im Feuer geformt.
  • Feilenhauen: Die Feilenhauerei ist am Festtag geöffnet, das Feilenhauen wird mit Maschinen und von Hand vorgeführt.
  • Töpfern: Kinder können selbst töpfern.
  • Dechentreiter und Düchelbohren: Zwei weitere Bräuche, die beim Fest gezeigt werden.

Das Brauchtumsfest früher

Schon bei den ersten Festen wurden alte Bräuche aus Landwirtschaft, Haushalt und Handwerk gezeigt, und schon damals kamen Besucher aus Nah und Fern. Die Bilder aus früheren Jahrzehnten geben einen Einblick in die Anfänge des Festes.

Brauchtum weitergeben

Das Brauchtumsfest ist ein Fest für alle Generationen. Für Kinder gibt es Pony-Reiten, Mostpressen und Most trinken, Töpfern und ein Quiz, bei dem alte Gegenstände wie der Lichtspan-Halter oder das Butter-Model erkannt werden müssen. Die Weitergabe alter Handwerkskünste und bäuerlichen Brauchtums an junge Menschen gehört zu den Zielen unseres Vereins und zeigt sich auf dem Fest ganz praktisch: Wer zuschaut, kann vieles selbst ausprobieren.

Impressionen der vergangenen Brauchtumsfeste

Wir freuen uns immer über helfende Hände

Organisation und Vorbereitung

Wer bei uns mitmachen möchte, ist herzlich willkommen! Anfragen über verein@brauchtum-und-kultur-kleines-wiesental.de

Ein Fest aus Dorf und Tal

Das Brauchtumsfest ist eine Gemeinschaftsaktion von drei Partnern:

  • Männergesangverein Ried (MGV): Von einer Singstunde des MGV ging 1976 die Idee zum Fest aus, der Verein hält es seitdem mit am Leben.
  • Feuerwehr Raich (FFW): Gemeinsam mit dem MGV und den Bürgern aus Raich trägt sie das Fest von Anfang an.
  • Brauchtum im Kleinen Wiesental-Raich e.V. (BKW): Der Verein, gegründet 2014, hilft bei der Durchführung des Festes unter der Schirmherrschaft der Gemeinde Kleines Wiesental.

Die Einnahmen aus dem Fest werden zu Dritteln zwischen BKW, MGV und FFW aufgeteilt.

So wird das Fest vorbereitet

Die Vorbereitung beginnt im Frühjahr mit monatlichen Orga-Treffen. Kurz vor dem Fest findet ein letztes Vorbereitungstreffen in der Lindenhalle statt, bei dem Aufgaben besprochen und Flyer und Plakate verteilt werden. Am Festtag helfen über hundert Helferinnen und Helfer mit.

Wie Sie mithelfen können

Ein Fest dieser Größe braucht viele helfende Hände. Helfer zu finden ist nicht einfach, denn viele im Dorf sind körperlich nicht mehr in der Lage mitzuhelfen. Deshalb freuen wir uns besonders über jüngere Menschen, die mit anpacken möchten.

Das können Sie tun:

  • Mithelfen vor, während und nach dem Fest
  • Vorführen: Wer ein altes Handwerk oder einen alten Brauch kennt und zeigen möchte, ist willkommen
  • Kuchen spenden für unsere Gäste
  • Roggen und Stroh: Für die Dreschvorführungen brauchen wir langstieligen Roggen und Stroh, beides ist nicht leicht zu bekommen
  • Mitglied werden im Verein
  • Spenden: Wir sind gemeinnützig und stellen Spendenbescheinigungen aus
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